Blaetterbuche

kleine plaudereien um worte, bilder und musik
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BeitragVerfasst: 7. Jan 2009, 13:51 
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seid leise
unter den bäumen
mahnte der vater
uns kinder

damit ihr seht
was nicht zu hören ist

so wuchs ich
in die stille
kroch unter rinde

als wäre immer sonntag
als könnte er wieder gehen
die kleinen hände
der zukunft
in seiner
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immer ein blatt vor dem kopf


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BeitragVerfasst: 7. Jan 2009, 18:55 
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Lieber Reiner,

da steckt so viel an Sinneswahrnehmung und Einssein mit der Natur drin, aber auch von Verzichten müssen und ungewisser Zukunft, dass ich da mehr Zeit für brauche.
Morgen früh muss ich für etwa 36 Stunden ins Krankenhaus zum Katheterwechsel, danach mehr.

Alles Liebe

Michael


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BeitragVerfasst: 7. Jan 2009, 19:10 
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zeit nimm dir, lieber michael

wünsche dir wünsche, einen:

zeit

eine, die du teilen sollst:
daß es eine menschenzeit ist.

eine ,die es immer war für dich.

ich hoffe, du wirst nicht allzu sehr gepiesackt.......

einen lieben gruß

reiner
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BeitragVerfasst: 7. Jan 2009, 20:36 
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aus der stille
in die zukunft

mit kleinen
händen

über der
rinde
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(,,,) (,,,) (,,,) (,,,)solange die worte mich finden


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BeitragVerfasst: 7. Jan 2009, 20:38 
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lieber michael,

komme bald zurück
aus dem krankenhaus

[img]images/smiles/hello.gif[/img]
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(,,,) (,,,) (,,,) (,,,)solange die worte mich finden


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BeitragVerfasst: 7. Jan 2009, 20:59 
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die zukunft ist die stille.

die ganz ferne zukunft
aber daran heute schon
zu denken - utopisch.
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BeitragVerfasst: 12. Jan 2009, 11:13 
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Lieber Reiner,

gibt es hier einen Applaus-Smiley? Hm, ok dann nehm ich einfach mal diesen hier --> [img]images/smiles/respekt.gif[/img]: ...dein Gedicht hat für mich etwas von Wehmut und von Trauer, aber auch von Dankbarkeit.

Das "Wachsen mit den Bäumen", das Einssein mit der Natur - die Stille, mit der man auch wächst....mit der man "groß wird", um in der Lebensmitte evtl. längst verschwundene Worte wieder aufzuspüren - wunderschön!

Und dann der gelungene Abschluss deines Gedichtes -

Zitat:
so wuchs ich
in die stille
kroch unter rinde

als wäre immer sonntag
als könnte er wieder gehen
die kleinen hände
der zukunft
in seiner


Der Wunschtraum eines Erwachsenen an das Kind in ihm - wo sind die Tage nur geblieben - aber wenn man nicht vergisst, sondern die Zukunft, sowie auch die Vergangenheit in einer Hand hält - läuten die Glocken jeden Tag und der Gang wird einer unter einen Baum sein...sicherlich!

Liebe Grüße,
Verena


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BeitragVerfasst: 12. Jan 2009, 16:24 
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Wohnort: Isselburg-Anholt
In die Stille kriechen,
sich in der Stille verkriechen,
eins sein mit sich,
mit der Natur, mit dem, was jenseits aller Grenzen liegt.
Zur Ruhe kommen
ohne zu erkalten, zu erstarren.
Dem Lebendigen vertrauen,
sich das Lebendige vertraut machen.

Leben kann Fülle der Freude
und der Liebe sein, ohne
zu vergessen, wo wir herkommen.


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BeitragVerfasst: 12. Jan 2009, 17:48 
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liebe verena,

nö - keinen applaus: nicht den smilie bitte...
das lesen, deines und das verstehen; das reicht
mir schon vollkommen.

es reicht sogar für ein lächeln, das eines kindes
und das des erwachsenen. es brauchte die zeit
um alles so zu sehen, alles so zu verstehen.

wie es damals gemeint war von vater zu sohn.

danke dir und einen lieben gruß

reiner
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BeitragVerfasst: 12. Jan 2009, 17:58 
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schön michael, schön daß du wieder da bist...

dein letzter satz, der wichtigste fast für mich:
wir wären nicht so wie wir sind, wir wären
auf eine art gar nicht da: hätten wir vergessen
wo wir herkommen.
welchen geruch unsere wurzeln hatten.

danke dir, einen lieben gruß

reiner
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