Vom Hagel durchlöcherte Blätter sind kein erhebender Anblick, aber ich habe noch von keinem Baum gehört oder gelesen, der an Hagelschäden gestorben ist. Da war die Akelei schon schlechter dran, aber Ihr habt ihr ja ein würdiges Ende bereitet.
Bei uns war vorige Woche ein kurzes Gewitter, aber der fiese Herr Hagel hat sich bei uns nicht blicken lassen. Drei Tage hintereinander kann er bestimmt ganz furchtbar nerven. Hat erdenn auch Schäden an Autos und Häusern hinterlassen oder Frühbeetscheiben zerdöppert?
Geduld haben und sich beschenken lassen von der Natur, vom Leben und von der Liebe; aber auch ungeduldig sein wie junge Pferde, die schon den Hafer riechen. Beides je zu seiner Zeit, und manchmal auch gleichzeitig - dann wird das Leben zum Abenteuer.

reiner, schade, dass Du Deinen Korrekturvorschlag nicht geäußert hast, so weiß ich wirklich nicht, was Dir nicht passt.
Dem Tod widersprechen, ihm ins Gesicht lachen, das ist eine unserer Aufgaben als noch Lebende. Vielleicht sollten wir es auch viel öfter stellvertretend für die tun, die nichts mehr zu sagen haben. Denn - auch wenn nach dem Tod nicht alles aus ist - der Tod macht erst einmal sehr sprachlos. Wenn Du Sterben und Tod unmittelbar im Nachbarbett erlebt hast, dann hast Du gespürt, wie unwiederruflich der medizinisch bescheinigte Tod ist; da wird keiner leichtfertig für tot erklärt. Vor dem Tod selber fürchte ich mich nicht, was ich fürchte ist ein langes, qualvolles Sterben. Manchmal können auch Dinge qualvoll langsam zu Grunde gehen.
Sehnsucht, ich denke, sie wird in dem Maße größer wie das wächst, was ich auf dem Weg durch das Leben zurück lassen muss. Hilfreich, aber nur ein schwacher Ersatz, ist das sich Erinnern, das Vergegenwärtigen des Aufgegebenen, der Verlorenen. Deshalb auch ist Gedächtnis so wichtig.
Dummerweise kann die größte Fülle an neuen, bereichernden und schönen Erfahrungen das Vergangene, das Verlorene nicht ersetzen.
So wie es wichtig ist, die eigenen Wurzeln zu beachten, um nicht über sie zu stolpern oder Schlimmeres, so ist bei aller Zukunftoffenheit der Blick zurück unvermeidbar. Aber, wenn ich zurückblicke, dann sollte ich fragen: was hilft mir das für morgen. Was habe ich da im Gepäck, das mich stark genug für das Leben macht?
Für heute alles Gute. Seid herzlich gegrüßt
Euer Michael
P:S. Um ein besseres Bild von mir zu bekommen, schaut doch mal in meine Homepage, es ist ganz Neues hinzugekommen. [img]images/smiles/hello.gif[/img]