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aus einem braunen erdenkloß erschuf gott adam, nackt und bloß er blies ihm einen odem ein und der hieß 'seele' zart und fein. gott dachte an die erste sippe und schnitzte eva aus adams rippe. nun ward ganz klar der mensch geschaffen den darwin nannte 'menschenaffen'.
er trug sie nun ins paradies, wo beide naschten von früchten süß. ihr dasein war die reinste wonne, sie räkelten sich in der mittagssonne. es gab auch allerlei getier und bunte blumen dort und hier. sie hatten sehr viel spaß am leben und freude konnten sie sich geben.
es flossen milch und honig immer, nichts ist schöner, nichts ist schlimmer! inmitten dieses gartens eden da stand er, jener baum des lebens. einladend wie eine theaterbühne trug er äpfel, gelbe, rote und grüne. von ihm gott sprach sehr ernst und rüde: "wer davon speist, ist lebensmüde.
denn gut und böse hier vereint, die 'erkenntnis' sei mit dem baume gemeint". gehorsam mieden beide diesen, derweil sie lebten in glück und frieden. in eva ward alsdann die neugier geweckt, als sie eines tages die schlange entdeckt. ein schleimiges tier, fast ohne arm und bein, doppelzüngig und dennoch klein.
sprach's zu eva in satz und wort: "isst du diese frucht, so bist du klüger als gott". was diese ohne zögern tat, denn die anderen früchte hatte sie längst satt! danach mit lippen hold und süß sie adam in denselben apfel beißen ließ. die erste sünde ward begangen was hieß, ein gänzlich neues leben anfangen.
alsbald erkannten ihre blöße beide, und gingen von nun an bedeckt mit kleide. vorher sie noch kindlich spielten, linkisch sie alsbald auf ihre fehler schielten. genierten sich ob gottes fragen, suchten immerfort, ihre unschuld zu beklagen. die schlange, zum feinde des menschen auserkoren, hatte im garten eden nun nichts mehr verloren.
beleidigt schlich sie kriechend davon, noch heute erntet sie spott und hohn. gemäß dem ersten buch mose der bibel, vers drei erlebte das pärchen außerhalb des paradieses noch allerlei. tägliche arbeit wurde zur pflicht, um brot zu verdienen im schweiße des angesichts. verschont wurden sie niemals von plagen ja, man hört sie bisweilen heute noch klagen.
von der geschichte die moral: auch ein lotterleben wird zur qual. und trifft dich heftig der giftschlange pfeil, gehe dennoch deinen eigenen weg, und sei er noch so steil. und vor allem, sei kein opportunist, genieße es, wenn du unabhängig bist. man könnte dies auch anders dichten, denn ferne sei uns, über andere zu richten.
_________________ © raum und zeit sind ein hauch von ewigkeit
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