Ich gehe hinaus zu Wiesen und Feldern... Schon am Stadthang Überraschung - wie sieht es hier aus! Irgendwie nicht ganz geheuer - für nächtliche Abenteuer pflücken Camper von toten Bäumen Brennholz für ihr Lagerfeuer...
Dort zwei alte Feuerstellen, verwaist, mit Riesen-Resten von angekohlten Totholzästen, die wohl viel zu nass vom Regen, als dass sie hätten brennen können... Oder ein Gewitterguss löschte Feuer, ward beendet jener nächtliche Genuss unter freiem Himmelszelt.
Mein Weg führt mich nun weiter durch das Grillental... Anders als dazumal ist heute vieles anders - keine Grillen springen, nur Lerchen singen hier und dort im Weizenfeld - und am Wegesrand ein breites buntes Blütenband zieht und ziert durchs Weimar-Land schier endlos, voller Minzen und Kamillen, apart geschmückt mit Storchschnabel, zart blauem, und übervoll Rain-Blumenstreifen überquoll mit unzählbaren Mengen Tupfern roten Mohns... Nie zuvor sah ich solch farbenfrohes Landschaftsbild! Wie freut es mich, hier heut' spaziert zu sein!
...und über all dem ganz hoch droben Greifvögel mit kräftigen Schwingen schwungvoll Kreise ziehen...
© weimarena 01.07.2012
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