DUNKLE FENSTER
Und ich schaue durch die fenster Und ich krieg davon nicht genug Und ich seh sie die gespenster Und ich wittre den selbstbetrug
Alles was ich einmal wollte Erscheint nur folgerichtig jetzt Denn der schein ders einmal sollte Hat sich noch nicht recht festgesetzt
Kommt so zusammen und richtet Über angesammelt taten nun Habt ihr die akten gesichtet Lasst mein gewissen nicht mehr ruhn
Legt das grau der nebelschwaden So wie es passt in euer bild Zieht dazu auf die schubladen Oder seid ihr etwa nicht gewillt
Denn am ende die rechnung steht Schon gebrochen ist jeder stab Nur dieses was für immer geht Landet auch wirklich im erdgrab
Noch schaue ich durch die fenster Noch krieg ich davon nicht genug Doch ich seh sie die gespenster Und ich wittre den selbstbetrug
© Ingo Grinowski
_________________ "Das Kindliche lebt im Menschen bis zum hohen Alter." Alexander Grin
|