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Der Sommerregen
Auf einmal ist aus allem Grün im Park man weiß nicht was, ein Etwas fortgenommen; man fühlt ihn näher an die Fenster kommen und schweigsam sein. Inständig nur und stark
ertönt aus dem Gehölz der Regenpfeifer, man denkt an einen Hieronymus: so sehr steigt irgend Einsamkeit und Eifer aus dieser einen Stimme, die der Guss
erhören wird. Des Saales Wände sind mit ihren Bildern von uns fortgetreten, als dürften sie nich hören was wir sagen.
Es spiegeln die verblichenen Tapeten das ungewisse Licht von Nachmittagen, in denen man sich fürchtet als Kind.
Rainer Maria Rilke, Juli 1906, Paris
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