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| Autor: | schneewanderer [ 15. Dez 2008, 17:46 ] |
| Betreff des Beitrags: | geduld |
sah meinen tod mich anlächeln lächelte zurück und wir waren uns einig noch eine weile zu warten _________________ immer ein blatt vor dem kopf |
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| Autor: | estrella [ 15. Dez 2008, 19:40 ] |
| Betreff des Beitrags: | |
schön, wenn es so einfach geht, reicht ein Lächeln dafür aus ??? Wie ist es , wenn ein alter Mensch bereit ist zu sterben , nicht mehr leben will und kann , den Tod fragt und ihn bittet zu kommen, er aber nicht reagiert. Hilft dann auch ein Lächeln ?? Ich glaub der Tod ist unbestechbar . LG estrella _________________ Wenn du das Leben liebst, liebt es dich auch (Arthur Rubinstein) |
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| Autor: | schneewanderer [ 15. Dez 2008, 20:57 ] |
| Betreff des Beitrags: | |
er sticht der tod mit einer spitzen dünnen nadel so klein so fein daß wir sie nicht sehen obwohl so nahe hast es umgekehrt, estrella: das gedicht. seinen sinn. nun macht es wieder sinn, durch deine frage. lächeln hilft eigentlich immer, warum nicht auch wenn es eines der letzten ist - sein wird. mal sehen...... ein ernsthaftes thema. meine kleine schwester ist altenpflegerin seit 30 jahren, wenn sie erzählt über die arbeit - da lächelt sie immer weniger. weil sie die alten menschen nicht gehen lassen wollen, obwohl sie schon lange nicht mehr da sind. da sind, wo sie sein wollen. einen gruß zu dir, reiner _________________ immer ein blatt vor dem kopf |
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| Autor: | Fredrik [ 15. Dez 2008, 21:44 ] |
| Betreff des Beitrags: | |
Sehr viele Menschen erleben den Tod als griesgrämigen Alten, der Angst einjagen will. Auf etwas anderes versteht er sich auch nicht sehr gut. Wenn er nun auf einen Menschen trifft, der ihm freundlich entgegenlächelt, denn ist er entwaffnet und kann nur noch zurücklächeln. Ich erinnern noch sehr gut den Tag, an den ich als junger Vikar mit der Gemeineschwester zu einer Sterbenden kam. "Das einzige, was sie noch sagte, war: schön das ihr rechtzeitig da seid; jetzt kann ich in Ruhe sterben. Und sie starb mit einem geradezu fröhlichen Lächeln, weit über 90 an Herzversagen. Dass einer Altenpflegerin immer mehr das Lachen vergeht, liegt nicht nur an den Pflegebedürftigen, sondern immer mehr an den Verwaltungsvorschriften, dem damit verbunden Stress und der fehlenden Zeit für die anvertrauten Menschen. Dass manche Menschen sich mit"Klauen und Zähnen" an das bischen Leben klammern, das sie noch haben,ist auch nichtverwunderlich. Die einen erkennen, dass sie ihr Leben lang zu den Verlierern gehörten und in Wirklichkeit nichts vom Leben hatten, außer einen täglichen Kapf ums überleben - nicht immer so dramatisch und wortwörtlich. Andere haben in ihrem Dasein Ehren und Reichtümer gesammelt wie andere Bierdeckel oder Briefmarken, haben dabei aber vergessen zu leben und erkennen jetzt, dass es zu spät ist, irgendetwas nachzuholen. Das ist es, was mir heute abend dazu einfällt. Herzliche Grüße Michael |
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| Autor: | Mona [ 15. Dez 2008, 22:50 ] |
| Betreff des Beitrags: | |
der tod, er sollte lächelnd zu mir kommen.. welch gedanken an einem so schönen tag, an dem die sonne mich kitzelte an meiner nasenspitze.. denkt ihr an den tod.. wer dich an den tod erinnert,erinnert dich an das leben sagte seneca.. weise.. mitten im leben umfangen sein von ihm, der sich nicht auf kompromissse einläßt, nicht handelt.. angst,vielleicht.. aber nur kurz.. es ist bestimmt,ich kann es nicht ändern.. gott sei dank.. liebe abendgrüße Mona _________________ Das Leben schrumpft,oder dehnt sich aus, proportional zum eigenen Mut.(Anais Nin) |
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| Autor: | findevogel [ 15. Dez 2008, 23:11 ] |
| Betreff des Beitrags: | einmal schrieb ich..... |
ES WAR ZEIT Die Stunde war da, ein kleiner Schritt nur - unter der gläsernen Brücke war der Abgrund bodenlos tief. Ich schaute zum Himmel, sah noch einmal das sich wölbende Blau ... Mein Herz schlug ihm entgegen. Kein Weg zurück. So tat ich den ersten Schritt. Langsam, unsicher, mit bebenden Lippen. Unter den Füßen knirschte das Glas - wie Eis - den Sprung spürte ich mitten im Herz. Unendlich lang fiel ich. Von einer Filmrolle abgespult - flimmerte mein Leben. Vor den inneren Augen. Wohin fiel ich, war so das Ende,? Zeitschleuse in die Nacht - ohne Halt. Gedanken flogen zur Sonne. Ich ließ los, gab nach, wurde weich, bereit wie ich es niemals war, kein Wünschen, kein Wollen. Plötzlich hörte ich Stimmen von unbekannter Schönheit. Sie sangen das Lied der Welt -tausend Sterne implodierten im Herz. Ich sah das Licht. ... es schwebte mir entgegen - stoppte den endlosen Fall - und löste mich auf zwischen blutroten Flügeln ... |
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