Blaetterbuche

kleine plaudereien um worte, bilder und musik
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 Betreff des Beitrags: fern
BeitragVerfasst: 1. Jan 1970, 02:00 
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Registriert: 26. Jul 2008, 12:00
Beiträge: 66
Wohnort: Nürnberg
Bist Blut, Schicksal
und Anbeginn der schalen Zeit,
die träge stürzt sich auf das Bett.
Lieg und bleib dort.
Ich will es dir nicht verdenken.

Bist lauter Schrei,
der Hall sucht.
Kämpf und trenn dich,
in hunderte von Richtungen,
mein Gehör wirst du nicht finden.

Bist Liebe auch,
die verschlossen brodelt.
Lege den Kampf ab.
Dann lass mich schauen,
in deine Richtung.


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 1. Jan 1970, 02:00 
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Site Admin
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Registriert: 9. Mär 2008, 13:00
Beiträge: 3725
liebe verana,

ineinander verwoben die worte, die schicksale wohl gleich dazu:
wir als lesende können sie nur erahnen...

das auch - die verbindung zwischen allem?

ein schönes gedicht,
einen lieben gruß dazu

reiner
_________________
immer ein blatt vor dem kopf


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 Betreff des Beitrags: schale Zeit und anderes
BeitragVerfasst: 1. Jan 1970, 02:00 
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Registriert: 10. Okt 2008, 12:00
Beiträge: 311
Wohnort: Isselburg-Anholt
Liebe Verena,

bei schaler Zeit denke ich an abgestandenes Bier, einfach etwas Widerliches. Diese Zeit wirft sich träge auf ein Bett, von dem sie nicht aufstehen kann und soll. Würde sie sich doch erheben, könnte sie Schaden anrichten, könnte erinnern an Blut und Schicksal.
Wer Schreit da, was ist sein Grund des Schreien? Schreit er über die schale Zeit, die für verlogen hält und wachschreien will? Mit wem kämpfen, von wem trennen? Ist auch und immer noch die schale Zeit gemeint? Warum steht er vor einem entweder- oder? Trennen in hunderte von Richtungen - ist das nicht eine Form von Selbstauflösung?
Aber - er oder vielleicht auch sie, soll ja im Grunde gegen sich selber kämpfen, denn er ist nicht nurder, der schreit, er ist auch Blut, Schicksal und schale Zeit. Wie hängen die miteinander zusammen?
Die letzte Strophe bringt für mich keine Klärung, das "auch" stiftet eher zusätzliche Verwirrung. Das ist er also auch noch.
Das Gedicht regt zum bewußten Denken an.

Liebe Grüße

Michael


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