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Hallo reiner,
es mag an der Jahreszeit liegen, in 11 Tagen würde mein ältester Sohn 33, wenn mich nicht sein Ende vor 13 Jahren getroffen hätte. Vorbereitet sind wir nie, war ich auch nicht, als einige Jahre später meine Mutter und ihre Freundin starben, bewußt wahrgenommen haben die beiden das Sterben um sie herum schon lange nicht mehr. Am Ende fängt die maßlose, abgrundtiefe Trauer an, die kein Ende findet. Was irgendwann wieder anfängt, das ist so eine Ahnung, es könnte lohnen, trotzdem selber weiter zu leben. Den toten Baum, der noch blutet, hast Du ja ganz bewußt gewählt. So setzte ich auch Deinen Text in Beziehung zu dem Baum. Er ist nicht einfach umgefallen, an den Sägespuren ist sein gewaltsames Ende deutlich zu erkennen. Die Nacht ist das Ende des Tags; aber die Mitte der Nacht ist der Anfang des neuen Tags. Vielleicht leben unsere Gefühle doch viel mehr in einer zyklischen Zeit und nicht in unserer alltäglichen linearen. Fragen noch und nöcher. Für heute alles Gute und herzliche Grüße Michael
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