Blaetterbuche

kleine plaudereien um worte, bilder und musik
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 Betreff des Beitrags: nacht
BeitragVerfasst: 13. Okt 2008, 06:01 
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Registriert: 9. Mär 2008, 13:00
Beiträge: 3725
unverhofft
deine jähe stille

dabei berührte mich
nur dieser teil von dir

jener
mit dem ende
in seinem anfang

jener
neben den ich mich setzte
am ende des tages
am ende des lichts

unvorbereitet
wie immer
auf jedes ende
_________________
immer ein blatt vor dem kopf


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BeitragVerfasst: 13. Okt 2008, 19:03 
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Registriert: 10. Okt 2008, 12:00
Beiträge: 311
Wohnort: Isselburg-Anholt
Hallo reiner,

es mag an der Jahreszeit liegen, in 11 Tagen würde mein ältester Sohn 33, wenn mich nicht sein Ende vor 13 Jahren getroffen hätte. Vorbereitet sind wir nie, war ich auch nicht, als einige Jahre später meine Mutter und ihre Freundin starben, bewußt wahrgenommen haben die beiden das Sterben um sie herum schon lange nicht mehr.
Am Ende fängt die maßlose, abgrundtiefe Trauer an, die kein Ende findet.
Was irgendwann wieder anfängt, das ist so eine Ahnung, es könnte lohnen, trotzdem selber weiter zu leben.
Den toten Baum, der noch blutet, hast Du ja ganz bewußt gewählt. So setzte ich auch Deinen Text in Beziehung zu dem Baum. Er ist nicht einfach umgefallen, an den Sägespuren ist sein gewaltsames Ende deutlich zu erkennen.
Die Nacht ist das Ende des Tags; aber die Mitte der Nacht ist der Anfang des neuen Tags. Vielleicht leben unsere Gefühle doch viel mehr in einer zyklischen Zeit und nicht in unserer alltäglichen linearen. Fragen noch und nöcher.
Für heute alles Gute und herzliche Grüße
Michael


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BeitragVerfasst: 13. Okt 2008, 20:04 
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Registriert: 30. Aug 2008, 12:00
Beiträge: 190
Wohnort: Wiesbaden
ende- anfang
vorbereitet-unvorbereitet..
ihr verliert euch!
jeder anfang,
ist das ende von etwas,
wie jedes ende einen anfang
in sich trägt..
wer kann beurteilen,
wer will sich das zutrauen..?
DIE ERZÄHLUNG;DIE GESCHICHTE
die unser leben in die dünen des universums schreibt
sind so klein..
man muss sie sehen wollen!
alle diese geschichten,
die ein einzelnes leben zu dem machen was es sein will..
gelebt!
so,lese ich eure texte
und texte aus uralter zeit..
alle worte sprechen zu mir
von werden und vergehen..
nichts hat bestand.
das durfte ich lernen.
nichts nehmen wir mit
wenn wir zurückgehen..
nur unsere liebe

einen abendgruß
ein lieber
für euch
Mona
_________________
Das Leben schrumpft,oder dehnt sich aus,
proportional zum eigenen Mut.(Anais Nin)


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BeitragVerfasst: 14. Okt 2008, 06:26 
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Registriert: 9. Mär 2008, 13:00
Beiträge: 3725
guten morgen lieber michael,

es liegt sicher an dieser zeit, dieser bestimmten.
in der wir uns erinnern müssen fast, es düfen wohl eher.

fast um die gleiche zeit, einige jahre später lag meine
mutter im sterben. mit ihr hatten wir zu keiner zeit
gerechnet, mit ihrem frühen tod. als ob wir menschen
einfluß hätten auf diese art des zählens.

stimme dir zu, muß es fast: wir sollten es nicht unterschätzen.
unser fühlen in einem bestimmten zeitlichen rahmen, einem
dem wir unterliegen. bewußt oder unbewußt.

genau da war ich, an dem punkt den du beschreibst:

die nacht, das dunkle - es ist nicht das, wofür wir es halten.
auch nicht in unserer größten trauer. sie ist immer auch
ein anfang, auch wenn es uns so schwer fällt - gefallen ist -
diesen anfang zu sehen.

ich danke dir sehr für deine gedanken, in denen ich eigene
wieder lesen konnte.

reiner
_________________
immer ein blatt vor dem kopf


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BeitragVerfasst: 14. Okt 2008, 06:33 
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Beiträge: 3725
auch dir einen guten morgen, ein danke gleich dazu....

ja, wir haben uns ein stück weit verloren.

das zurückfinden gehört auch dazu, und dabei
hilft auch das schreiben. das schreiben eines
gedichtes. und das erinnern, das weiterleben.

das gerne weiter leben, damit die geschichte,
die geschichten von uns menschen nie endet.

reiner, mit einem lieben gruß
_________________
immer ein blatt vor dem kopf


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BeitragVerfasst: 15. Okt 2008, 09:21 
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Registriert: 9. Mär 2008, 13:00
Beiträge: 3571
unvorbereitet
sein

weil die
gelegenheiten
sich vorzubereiten

nicht nutzbar
sind
_________________
(,,,) (,,,) (,,,) (,,,)solange die worte mich finden


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BeitragVerfasst: 15. Okt 2008, 09:27 
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Registriert: 9. Mär 2008, 13:00
Beiträge: 3725
zu nichts zu gebrauchen also, die vielen vorkehrungen.
die vielen fragen - unsere zeit hier sollten wir demnach
sinnvoller verbringen.....

mit leben
_________________
immer ein blatt vor dem kopf


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