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Was wir gerne zu und nehmen, schlucken wir ohne Protest; eher verbunden mit einem ausgeprägten Wohlbefinden. Was für uns tödliche wäre, weigern wir uns beharrlich, auch nur anzurühren(Knollenblätterpilz). Manchmal schlucken wir mehr Bier oder Kuchen als uns bekömmlich ist. Auf die Dauer kann das zu sehr unangenehmen Folgen führen. Süchtig ist dann die Bezeichnung des Zustandes. Fast noch folgenschwerer ist es, Wut, Ärger, Trauer herunter zu schlucken, statt sich in deutlicher Weise "auszukotzen". Viele zu lange haben wir viel zu viel schweigend geschluckt: Notstandsgesetze, Berufsverbot, Freistellung von Arbeitskräften, Fandungshysterie.... Der Bankencrash war vorhersehbar, nur der genaue Zeitpunkt nicht, viele wollten es nur nicht wahrhaben. Als die Ratten längst das sinkende Schiff verlasen hatten, wurde immer noch für schwarze Kredite geworben. Um den Börsenkurs wird zur Zeit gepokert mit ruinösen Einsätzen. Wir sind halt Schluckspechte und lassen uns das Schlucken nicht verbieten; jawohl: freies Schlucken für freie Bürger,prost.
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