Blaetterbuche

kleine plaudereien um worte, bilder und musik
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 Betreff des Beitrags: maß
BeitragVerfasst: 1. Jan 1970, 02:00 
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Beiträge: 3725
käme einer
und verlangte
mache sie
leichter
die gedichte
leicht

warum?

in der erde
sollen sie wurzeln
nach ihr riechen

nach luft

nach allem
was ich bin
was ich sein möchte
was ich sein werde
_________________
[size=75:37d2wdqg]immer ein blatt vor dem kopf[/size:37d2wdqg]


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BeitragVerfasst: 1. Jan 1970, 02:00 
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Wenn jeder Windstoss sie verweht,
wie sollen sie dann Wurzeln schlagen.
Wenn jeder sie sich nehmen kann,
wie sollen sie dann Heimat finden.

Sind Gedichte verortet, haben sie ein zuhause? Sie können nach Erde, Luft und Wasser riechen, Licht und Wärme von sich geben, alles was sie zum Leben brauchen. Aber sind sie verwurzelt wie ein Baum. Suche ich den Text, oder sucht der Text mich (heim)? Nicht ich habe die Worte gefunden, sondern die Worte haben mich gefunden, wollen in mir etwas bewirken, anrichten. Sind die Worte erst einmal da, muss ich mit ansehen, was sie bewirken. Meist ist es jedoch so, dass ich staunend vor einem Geheimnis stehe und mit ansehen darf, was da geschieht.

Gedichte machen sich auf,
wollen mich finden, wollen
mir geben, was mir fehlt;
denn sie wissen genau,
wie sehr es mir fehlt
an Mut und Trost
an Wärme und Dach
an zur Ruhe kommen.
Ja, was weiß denn ich,
was die alles von mir wissen.


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BeitragVerfasst: 1. Jan 1970, 02:00 
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Beiträge: 3571
warum leichter?
was wäre leichter
als erde
von wurzeln
gehalten
_________________
(,,,) (,,,) (,,,) (,,,)solange die worte mich finden


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BeitragVerfasst: 1. Jan 1970, 02:00 
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Registriert: 9. Mär 2008, 13:00
Beiträge: 3725
es ist etwas mittendrin
zwischen erde und luft
das gedicht

es ist etwas
daß keine mitte braucht
und sie dennoch sucht
_________________
immer ein blatt vor dem kopf


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BeitragVerfasst: 1. Jan 1970, 02:00 
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Wohnort: Isselburg-Anholt
Zwischen Erde und Luft
passt mit Mühe das Gedicht
auf Seidenpapier gedruckt.

In Erde, die nicht durchlüftet ist, kann nichts Wurzeln schlagen.


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