Blaetterbuche

kleine plaudereien um worte, bilder und musik
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 Betreff des Beitrags: letzte reise
BeitragVerfasst: 25. Sep 2009, 18:04 
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Beiträge: 534
einst fand ich die poetenweise
sie klang beharrlich und sehr weise

der zauber lag in ihrem klang
als wenn die nachtigall sie sang

ein zyniker hört dies nicht gern
ist ihm nicht alle sanftmut fern ?

ein träumender lebt recht versiert
weil er gespräche mit sich führt

ein spießer steht am gartenzaun
und bläht sich auf wie ein kapaun

ein trauriger, der lässt sich gehn
vermag niemals nicht aufrecht stehn

doch mit auf meine letzte reise
nahm ich denn die poetenweise

_________________
© raum und zeit sind ein hauch von ewigkeit


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BeitragVerfasst: 25. Sep 2009, 18:56 
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Beiträge: 3725
wie wird sie uns vorkommen, diese art von belgeitung auf dieser
einen, bestimmten reise? vertraut wird sie sein, weil eine bekannte
stimme zu uns sprechen wird....

liest sich fast schon wie ein fazit, aber da kann ich mich auch
irren: auf jeden fall ein interessanter blickwinkel...

liebe grüße,
ein schönes wochenende

reiner
_________________
immer ein blatt vor dem kopf


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BeitragVerfasst: 26. Sep 2009, 11:15 
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Registriert: 9. Sep 2009, 12:00
Beiträge: 24
Jo, wir machen wohl alle bekanntschaft, mit zynikern, spießern, träumern, gleichgesinnten..., vielleicht wollen wir auch selbst nicht immer nur schöne worte finden.

die zeile über den traurigen, der niemals nicht.. würde ich anders formulieren, fällt ein wenig aus dem poetischen klang.
wie:
ein trauriger, der lässt sich gehn
will ...(darin)... nicht aufrecht stehn

niemals nicht, geht gar nicht, empfinde ich als groben stilbruch ins umgangsprachliche.

Warum setzt du die letzte Strophe nicht einfach in die Gegenwart?
und wirst die Poetenweise mit auf deine letzte Reise nehmen, denn dass du sie schon angetreten hattest, klingt wie aus dem Jenseits.

dieser übergang ist mir zu aprubt, eigentlich nicht nachvollziehbar, ich würde es im poetischen sinn bei einer ahnung lassen oder zuvor das lyrische Ich, vom wählenden Ego lösen.
ich finde die aussage des gedichtes verliert sich in der allzu persönlichen, vereinzelten sicht.... aus den letzten zeilen wäre mehr zu holen!

der gedanke gefällt mir
lg Sedna
_________________
..bin gern berührt, berühre gerne..


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BeitragVerfasst: 26. Sep 2009, 18:14 
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Beiträge: 3571
die letzte reise
führt uns
nach hause

poesie heimelig leise
heisst uns
willkommen

einst in ihrer
weise
_________________
(,,,) (,,,) (,,,) (,,,)solange die worte mich finden


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BeitragVerfasst: 28. Sep 2009, 19:06 
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Beiträge: 534
hallo sedna,

natürlich wäre mehr zu holen
und die worte wären gewählter,
wenn die zeit da wäre.

ich dichte innerhalb kürzester zeit,
und das schreibe ich dann nieder. gewollt.

ein gedicht ist für mich ein gedankensprung von wortansammlungen innerhalb sekunden und minuten. würde ich darüber länger nachdenken, wäre es aus meinen gedanken längst "enthoben".

und ..... da ich das wörtchen "wäre" im analogen dasein so gut wie nie gebrauche, denke ich nicht länger darüber nach.

die letzte strophe nehme ich nicht in die gegenwart, weil ich noch nicht sterben möchte. du wirst übrigens noch öfter erleben, dass ich gerne die zeiten wechsele.

"niemals nicht" ist wirklich keine poesie. umgangssprachlich ist dieser ausdruck nur im französischen, woher ich ihn wohl habe. in deutsch habe ich tatsächlich noch niemanden so sprechen hören.

danke für deine zeilen, ich lerne gerne dazu .... [img]images/smiles/read2.gif[/img]

so long ~marlenesgedicht~

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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 29. Sep 2009, 16:41 
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Beiträge: 3725
niemals nicht gefällt mir außerordentlich, vielleicht sollten wir es uns einfach
zu-trauen: es öfter auszusprechen. und deine erklärung - der gedankensprung -
es geht mir genauso. in der nächsten sekunde wären die worte anders, fremder.
also die nehmen, die da sind.....

wir lernen alle noch, besonders beim schreiben.
und durch das schreiben....

courage also....

danke euch allen,

liebe grüße

reiner
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